Kongress

28. und 29. März 2019 in Frankfurt/Main

Hinweis
Kooperationspartner und Förderer:

Das Programm

Betreuung ist ein anspruchsvoller Beruf – das machen wir zum Thema. Wir beleuchten die aktuellen Themen der Rechtlichen Betreuung aus verschiedenen Perspektiven: Fallbeispiele aus der Praxis, wissenschaftliche Studien, Schutz- und Freiheitsrechte, Bundesteilhabegesetz und Menschenrechte, um nur ein paar Stichworte zu nennen. Beim Kongress erfahren Sie Neues, erhalten Anregungen für Ihre Berufspraxis und kommen mit Expert/innen ebenso ins Gespräch wie mit Kolleg/innen.

 

Donnerstag, 28.03.2019
Schwerpunkt: Berufliche Rechtliche Betreuung - Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Hilfen
Freitag, 29.03.2019
Schwerpunkt: Ehrenamtliche und berufliche Rechtliche Betreuung - gemeinsamer Auftrag

ab 9.00 Uhr

Einlass und Anmeldung

ab 9.00 Uhr

Einlass und Anmeldung

Justizchor Frankfurt

9.30 Uhr

ERÖFFNUNG UND GRUSSWORTE

10.00 Uhr

GRUSSWORTE

10.30 Uhr



11.00 Uhr

INTRO UND PERFORMANCE
Vertrauen und Verantwortung: Fallstudie zur Betreuungswirklichkeit

VORTRAG
Gefährdete Selbstachtung: Herausforderungen für die Rechtliche Betreuung

10.45 Uhr

VORTRÄGE
Und dann trägst Du die Verantwortung für einen fremden Menschen

Rechtliche Betreuung sichert Menschenrechte

Zwischen Freiheit und Verantwortung: Ethische Grundlagen guter Pflege

Erwachsenenschutzrecht

12.00 Uhr

Mittagspause

12.15 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr

DISKUSSIONSFOREN (vorherige Anmeldung)

  1. Rechtliche Bestimmungen des Bundesteilhabegesetzes für die Klientel und Einrichtungen der Versorgung
  2. Qualität der Rechtlichen Betreuung: Die Forschungsergebnisse des BMJV und der weitere Diskussionsprozess
  3. Kollegiale Beratung als Methode der Qualitätssicherung
  4. Die Funktion der Schutz- und Freiheitsrechte – Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung
  5. Methoden einer qualitativ hochwertigen Betreuung: unterstützte Entscheidungsfindung
  6. Überlebensstrategie: Besorgungsmanagement
  7. Rechtliche Betreuung und Flüchtlinge

13.30 Uhr

DISKUSSIONSFOREN (vorherige Anmeldung)

  1. Das Ehrenamt in der Rechtlichen Betreuung: Praktische Hilfen für die Zusammenarbeit mit Gerichten und Betreuungsbehörden 
  2. Die Umsetzung des neuen Begutachtungsverfahrens zur Feststellung des Pflegegrades für Klient/innen und Institutionen
  3. Aktuelles aus der Rechtsprechung: Wer sind die Akteure bei der Aufsicht und Kontrolle in der Rechtlichen Betreuung?
  4. Umgang mit Psychopharmaka: „Nicht alles schlucken“
  5. Richtig vorsorgen: Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht

15.30 Uhr

Pause

15.00 Uhr Pause

15.45 Uhr

 

PODIUM
Podiumsgespräch mit allen Referent/innen

15.15 Uhr

 

PODIUM
Podiumsdiskussion mit allen Referent/innen sowie Vertreter/innen der Hessischen Landtagsfraktionen

16.45 Uhr

Ende Tag 1

16.30 Uhr Ende des Kongresses

Programm Donnerstag, 28.03.2019

Schwerpunkt: Berufliche Rechtliche Betreuung - Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Hilfen

ab 9.00 Uhr Einlass und Anmeldung

9.30 Uhr

ERÖFFNUNG
Harald Kalteier, Landessprecher BdB

GRUSSWORTE
Prof. Frank Dievernich, Präsident Frankfurt University of Applied Sciences
Anne Janz, Staatssekretärin Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Prof. Gero Lipsmeier, Dekan Frankfurt University of Applied Sciences

10.30 Uhr

INTRO UND PERFORMANCE
Vertrauen und Verantwortung: Fallstudie zur Betreuungswirklichkeit
Andrea Schwin-Haumesser, Berufsbetreuerin
Klaus Fournell, Berufsbetreuer

Vertrauen und Verantwortung: Fallstudie zur Betreuungswirklichkeit

Darstellung und Analyse eines Falles aus der betreuungsrechtlichen Praxis. Im Fokus stehen die schwierigen Entscheidungsprozesse der Betreuerin, die eine Unterbringung und Zwangsbehandlung für ihre Klientin beantragt. Warum dieser Fall? Die Vertrauenswürdigkeit und Fachkompetenz einer Berufsgruppe, der die Gesellschaft derart sensible Entscheidungen anvertraut, sind unverzichtbar. Die schwierigen und in die Rechte der Klient/innen eingreifenden Entscheidungsprozesse der Betreuerinnen und Betreuer spielen in der öffentlichen Diskussion hingegen keine Rolle.

11.00 Uhr

VORTRAG
Gefährdete Selbstachtung: Herausforderungen für die Rechtliche Betreuung
Prof. Franz Josef Wetz, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Vortrag: Gefährdete Selbstachtung: Herausforderungen für die rechtliche Betreuung

Selbstbestimmung ist ein unhinterfragter Grundwert unserer freiheitlichen Gesellschaft, an dem sich die rechtliche Betreuung orientiert. Nur warum soll Selbstbestimmung überhaupt sein? Diese ist doch auch eine Last, die häufig schon den Durchschnittsbürger überfordert. Dennoch soll die rechtliche Betreuung die Selbstbestimmung fördern, da sie zum Kerngehalt der Menschenwürde gehört: Sein Leben nach eigenen Vorstellungen zu führen, gilt als eine Voraussetzung, unter der es uns Menschen leichter fällt, uns selbst zu achten. Aber wie kann die rechtliche Betreuung die Fähigkeit zur Selbstbestimmung und mithin zur Selbstachtung stärken? Wo liegen ihre Chancen und Grenzen? Welche Rolle spielt hierbei die scheinbar überholte Idee der Fürsorge? Welche Rahmenbedingungen sind zu einem betreuten Leben in Selbstachtung erforderlich?

12.00 Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr

DISKUSSIONSFOREN

1. Rechtliche Bestimmungen des Bundesteilhabegesetzes für die Klientel und Einrichtungen der Versorgung

1 Das Bundesteilhabegesetz und Folgerungen für die Klientel von Rechtlicher Betreuung und die Einrichtungen der Versorgung

In Forum I werden die wichtigsten Aspekte des Bundesteilhabegesetzes dargestellt. Zudem gehen wir der Frage nach, wie erste Praxis-Erfahrungen aussehen und wie sich das Gesetz auf die Klientel von Betreuung, die Erbringer von Teilhabeleistungen und auf rechtliche Betreuer/innen auswirkt. Im Mittelpunkt stehen das Teilhabe- bzw. Gesamtplanverfahren, die Mitwirkungspflichten und -möglichkeiten der leistungsberechtigten Menschen im Antrags- und Bewilligungsverfahren sowie notwendige Unterstützungsleistungen für diese.

Referent: Rainer Sobota, Berufsbetreuer, stv. BdB-Vorsitzender, Berufsbetreuer, Dozent und Fachbuchautor
Moderation: Eberhard Marten, Berufsbetreuer, BdB-Landesgruppe Hessen

2. Qualität der Rechtlichen Betreuung: Die Forschungsergebnisse des BMJV und der weitere Diskussionsprozess

2 Qualität der rechtlichen Betreuung: Die Forschungsergebnisse des BMJV und der weitere Diskussionsprozess

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat von 2015 bis 2017 eine Studie durchgeführt, um die Qualität der Rechtlichen Betreuung zu erforschen. Wesentliche Erkenntnisse sind, dass beruflich und ehrenamtlich tätigen Betreuer/innen der hohe Stellenwert der Autonomie und Selbstbestimmung der Betreuten durchaus bewusst ist, dass aber die Unterstützung der Betreuten in der praktischen Umsetzung oft schwierig ist. Weiterhin ist deutlich geworden, dass die tatsächlich aufgewendete Zeit der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer die vergütete Arbeitszeit überschreitet. Ferner werden Information, Beratung und Fortbildung insbesondere von ehrenamtlichen Betreuern noch nicht so in Anspruch genommen, wie es erforderlich und wünschenswert erscheint. Die Studie bildet eine objektivierte, empirisch hoch repräsentative Grundlage für eine umfassende Diskussion über eine Betreuungsreform hin zu mehr Qualität und Professionalität.

Referent/innen:  Sabine Normann-Scheerer, Richterin am Amtsgericht, Referentin BMJV / Thorsten Becker, Berufsbetreuer, Bundesvorsitzender BdB
Moderation: Anett Hilbert, Rechtspflegerin, Amtsgericht Frankfurt

3. Kollegiale Beratung als Methode der Qualitätssicherung

3 Kollegiale Beratung  als Methode der Qualitätssicherung

Kollegiale Beratung  ist eine wirksame Beratungsform in Gruppen, bei der sich die Teilnehmenden wechselseitig zu schwierigen Fällen ihres beruflichen Alltags beraten, um gemeinsam Lösungen für problematische Situationen mit Klient/innen, Angehörigen, Gerichten, Behörden und anderen zu entwerfen. Für die Reflexion der Beratungsanliegen werden griffige methodische Anteile aus dem Besorgungsmanagement zur Verfügung gestellt. Im Zentrum des Workshops steht nach der Einführung in die Methode auch die praktische Erprobung.

Referentin: Iris Peymann, Berufsbetreuerin, BdB-Vorstand
Moderation: Waltraud Velte, Frankfurt University of Applied Sciences

4. Die Funktion der Schutz- und Freiheitsrechte – Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung

4 Die Funktion der Schutz- und Freiheitsrechte – Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung

Durch den fürsorglichen Charakter des Betreuungsrechts gelingt es, den Eingriffscharakter der Betreuung zu bagatellisieren oder schlichtweg zu leugnen. Wir wollen ja nur helfen. So wohlmeinend Rechtliche Betreuung auch ist: Sie ist eine hoheitliche Anordnung, die in die Rechte eines Menschen eingreift, eine vom Staat sanktionierte Einmischung in anderer Leute Selbstbestimmung.  Im Recht der Unterbringung und der Zwangsbehandlung wissen wir genau, in welche Grund- und Menschenrechte wir eingreifen: Persönliche Freiheit und körperliche Unversehrtheit. Aber was ist mit der ärztlichen Schweigepflicht? Ist diese nicht auch ein Abwehrrecht, das intime Daten der Patient/innen schützt? Auch vor Gericht und Betreuer/innen? Wie weit geht die Unverletzlichkeit der Wohnung? Immer wieder kommt von juristischen Laien, Nachbarn, Vermietern die verblüffte Frage: „Wie, der Betreuer darf nicht in die Wohnung?“

Referentin: Susanne Gehlsen, Betreuungsrichterin Amtsgericht Gießen
Moderation: Dr. Ursula  Kämmerer-Rütten, Frankfurt University of Applied Sciences

5. Unterstützte Entscheidungsfindung als Instrument in der Rechtlichen Betreuung

5 Unterstützte Entscheidungsfindung als Instrument in der Rechtlichen Betreuung

Betreuer/innen unterstützen Klient/innen im Finden und Formulieren ihrer eigenen Entscheidungen. Dies gilt auch für den Fall, dass die subjektiven Entscheidungen objektiv gesehen nicht ihrem Wohl entsprechen oder in deren Interesse liegen. Dies entspricht dem Grundsatz des „Supported Decision Making“. Den Gegenpol hierzu bildet „Substitute Decision Making“, das ersetzende Handeln, das nur im Ausnahmefall angewendet werden soll. In dem Workshop gehen wir zwei Fragen nach: Welche Bedingungen in der Praxis verleiten dazu, eher ersetzend zu handeln, obwohl eine Unterstützung in der Entscheidungsfindung grundsätzlich möglich wäre? Welche Faktoren begünstigen, dass Klient/innen im Unterstützungsprozess von der subjektiv zu bildenden Meinung und Entscheidung abweichen und doch der Auffassung des Betreuers oder der Betreuerin folgen? In diesen Fällen läge nur eine scheinbare Unterstützung der Entscheidungsfindung vor.

Referent/innen: Prof. Patrizia Tolle, Dr. Thorsten Stoy , Frankfurt University of Applied Sciences
Moderation: Klaus Bobisch, Geschäftsführer, Bundesverband freier Berufsbetreuer e.V.

6. Überlebensstrategie: Besorgungsmanagement

6 Überlebensstrategie: Besorgungsmanagement

Wie gehen wir in der beruflichen Praxis unter den Bedingungen der materiellen Misere mit wachsenden Anforderungen um? Eine Möglichkeit ist mehr Effizienz. Das Verfahren „Besorgungsmanagement“ sichert Qualität in der Arbeit, zielgerichteten Umgang mit der beruflichen Aufgabenstellung, eigene Überlebensfähigkeit und Unterstützung von Klient/innen.

Referent/innen: Angela Roder, Berufsbetreuerin, Autorin und Dozentin / Klaus Förter-Fondey, Berufsbetreuer, Autor, ehemaliger BdB-Vorsitzender
Moderation: Gerd Bauer , Berufsbetreuer, BdB-landesgruppe Hessen, BdB-Fachberater

7. Rechtliche Betreuung und Flüchtlinge: „Was tun wenn der Kopf kaputt ist?“

7 Rechtliche Betreuung und Flüchtlinge: „Was tun wenn der Kopf kaputt ist?“

Wir gehen der Frage nach, wie sich Trauma-Folgestörungen erkennen lassen und welche  Stabilisierungstechniken, z.B. beim Auftreten von Flash backs oder Dissoziationen, eingesetzt werden können. Psychohygiene wird ein weiteres Thema sein.

Referentinnen: Dr. Barbara Wolff, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, Vorstand FATRA e.V./ Jenny Schellberg, Diplom-Psychologin, FATRA e.V.
Moderation: Michael Poetsch, Koordinierungsstelle Fachberatung Betreuungsvereine Hessen (KoFaB)

15.30 Uhr

Pause

15.45 Uhr

PODIUM
Podiumsgespräch mit allen Referent/innen
Tageszusammenfassung: Alexander Laviziano, Evangelische Stiftung Alsterdorf Hamburg
Moderation: Petra Boberg, Hessischer Rundfunk (angefragt)

16.45 Uhr Ende Tag 1

Programm Freitag, 29.03.2019

Schwerpunkt: Ehrenamtliche und berufliche Rechtliche Betreuung - gemeinsamer Auftrag

ab 9.00 Uhr

Einlass und Anmeldung
Auftakt: Justizchor Frankfurt

10.00 Uhr

ERÖFFNUNG
Harald Kalteier, BdB Landessprecher

GRUSSWORTE
Eva Kühne-Hörmann, Hessische Justizministerin
Andrea Franke, LAG Betreuungsvereine Hessen
Helga Steen-Helms, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

10.45 Uhr

VORTRÄGE

Und dann trägst Du die Verantwortung für einen fremden Menschen    
Gerd Otto, ehrenamtlicher Betreuer

Rechtliche Betreuung sichert Menschenrechte
Peter Winterstein, Vizepräsident des Oberlandesgerichtes Rostock a.D. und Vorsitzender des Betreuungsgerichtstages

Rechtliche Betreuung sichert Menschenrechte

Was ist Rechtliche Betreuung? Das Spannungsverhältnis von Freiheit und Fürsorge, von Selbstbestimmung und Schutz, prägt die Rechtliche Betreuung. Ist Funktion und Wesen der Rechtlichen Betreuung mit den Begriffen „Grundrechtseingriff und soziale Unterstützungsleistung“ – wie von der Justizministerkonferenz im Juni 2018 proklamiert – richtig und ausreichend beschrieben? Gibt es ein „Menschenrecht auf gleiche Anerkennung vor dem Recht“?

 

Zwischen Freiheit und Verantwortung: Ethische Grundlagen guter Pflege und Rechtlicher Betreuung
Dr. theol. Marco Bonacker, Bonifatiushaus Fulda

Zwischen Freiheit und Verantwortung: Ethische Grundlagen guter Pflege und Rechtlicher Betreuung

Freiheit und Verantwortung sind Grundbegriffe guter, ethisch verantworteter Pflege. Dabei müssen diese Begriffe als nicht selten konkurrierende Grundwerte immer wieder in die richtige Balance gebracht werden, um einen optimalen Pflegeprozess zu gewährleisten. Dabei zeigt sich immer wieder, dass ethische Grundbegriffe geklärt und reflektiert werden müssen, damit es gelingt, allen am Pflegeprozess beteiligten Menschen gerecht zu werden und die grundlegenden Menschenrechte nicht aus dem Blick zu verlieren. Ethische Reflektionsfähigkeit holt intuitive Alltagsurteile ein und führt zu verantwortetem Handeln. Ethik in der Pflege ist von daher eine Grunddisziplin, die im Verbund mit medizinischen Erkenntnissen, juristischen Vorgaben sowie pflegewissenschaftlichen und praktischen Anteilen gute Pflege bedingen. In Vortrag und Diskussion wollen wir den Möglichkeiten und Grenzen von Ethik in Pflege und Betreuung nachgehen und dabei besonders die Grundbegriffe Freiheit und Verantwortung in den Blick nehmen. 

 

Erwachsenenschutzrecht im In- und Ausland
Dr. Anna Schwedler, Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt a.M.

Erwachsenenschutzrecht im In- und Ausland

Der Staat hat die Würde und Autonomie des Menschen im Alter, im Falle einer Krankheit oder Behinderung zu achten und zu schützen. Jedoch benötigen ältere und vulnerable Menschen eines besonderen Schutzes, gerade auch eines gesetzlichen Schutzes. Das Erwachsenschutzrecht enthält daher schon immer Elemente der Freiheit und der Fürsorge. Am Beispiel des Elder Abuse soll dargestellt werden, wie unterschiedliche Länder hinsichtlich dieses Spannungsverhältnisses reagieren.

12.15 Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr

DISKUSSIONSFOREN

1. Das Ehrenamt in der Rechtlichen Betreuung: Praktische Hilfen für die Zusammenarbeit mit Gerichten und Betreuungsbehörden

1 Das Ehrenamt in der rechtlichen Betreuung: Praktische Hilfen für die Zusammenarbeit mit Gerichten und Betreuungsbehörden

Das Betreueramt bringt große Verantwortung mit sich – und immer auch Pflichten gegenüber dem Betreuungsgericht. Das Forum will die Angst vor dem Ehrenamt nehmen und Lust darauf machen, Rechtliche Betreuungen zu übernehmen. Bereits ehrenamtlich tätige Betreuer/innen, aber auch Interessierte gewinnen hier einen Überblick über die grundlegenden Aufgaben gegenüber dem Gericht und dessen Zusammenarbeit mit der Betreuungsbehörde.

Referentin: Annett Hilbert, Rechtspflegerin, Amtsgericht Frankfurt
Moderation: Jonathan-Aaron Pfluegel, Leiter Betreuungsbehörde Frankfurt

2. Die Umsetzung des neuen Begutachtungsverfahrens zur Feststellung des Pflegegrades für Klient/innen und Institutionen

2 Die Umsetzung des neuen Begutachtungsverfahrens zur Feststellung des Pflegegrades für Klient/innen und Institutionen

Das neue Begutachtungsverfahren gilt seit mehr als zwei Jahren. Doch ist die praktische Umsetzung für Klient/innen und Institutionen deshalb einfacher als zu Beginn? Das Forum zeigt, wie das neue Begutachtungsverfahren funktioniert, welche Stolperfallen es aktuell gibt und wie diese vermieden werden können. So kann die optimale Beratung von Klientinnen und Klienten gesichert werden.

Referentin: Carmen P. Baake, Kelkheim, Pflegedienstberatung und Fachbuchautorin
Moderation:  Sabrina Stuht, Rechtspflegerin, Amtsgericht Frankfurt

3. Aktuelles aus der Rechtsprechung: Wer sind die Akteure bei der Aufsicht und Kontrolle in der Rechtlichen Betreuung

3 Aktuelles aus der Rechtsprechung: Wer sind die Akteure bei der Aufsicht und Kontrolle in der rechtlichen Betreuung

Referent: Kay Lütgens, Jurist BdB
Moderation: Dr. Thorsten Stoy, Frankfurt University of Applied Sciences

4. Umgang mit Psychopharmaka: „Nicht alles schlucken“

4 Umgang mit Psychopharmaka: „Nicht alles schlucken“

Eine gute Psychose-Behandlung basiert auf einem komplexen psychosozialen, vorwiegend ambulanten Behandlungsmodell. Neuroleptika ergänzen die psychosoziale Behandlung nur, wenn diese allein nicht reicht und müssen gemeinhin nur selektiv und in geringen Dosen gegeben werden. Folgende Schritte (Beispiele) sollten Priorität haben:

  • Systemische, teambasierte Frühintervention, die Familie und soziale Netzwerke von Anfang an einbezieht
  • Individuelle Psycho- oder Traumatherapie
  • Größtmögliche Vermeidung von Zwang
  • Unterstütztes Arbeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt

Referent: Dr. Volkmar Aderhold, Greifswald, Universitätsklinikum Hamburg   
Moderation: Andrea Franke, LAG Betreuungsvereine Hessen

5. Richtig vorsorgen: Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht

5 Richtig vorsorgen: Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht

Die Würde des Menschen und das Selbstbestimmungsrecht sind wichtige Persönlichkeitsrechte.  Jeder sollte Vorsorge treffen, wer diese Persönlichkeitsrechte für einen ausüben soll, falls man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist. Das Selbstbestimmungsrecht wirkt dann mit dieser Person weiter. Bewusst hat der Gesetzgeber die Vorsorgevollmacht an die erste Stelle gerückt; grundsätzlich kann bei einer bestehenden Vollmacht keine Rechtliche Betreuung eingerichtet werden. Patientenverfügungen sorgen dafür, dass nicht gegen den Willen des Patienten medizinische Maßnahmen durchgeführt werden.

Referent: Michael Meier, Amtsgerichtsdirektor Limburg an der Lahn
Moderation: Roger Müller, Leiter Betreuungsbehörde Kassel

15.00 Uhr

Pause

15.15 Uhr

PODIUM
Podiumsdiskussion mit allen Referentinnen und Referenten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Hessischen Landtagsfraktionen: 
Rolle der Angehörigen und der beruflich handelnden Akteure im Betreuungsalltag: Vorsorge, Qualität, Unterstützende Entscheidungsfindung
Tageszusammenfassung: Alexander Laviziano, Evangelische Stiftung Alsterdorf Hamburg
Moderation: Dr. Dieter Sattler,
 Politikchef Frankfurter Neue Presse

16.30 Uhr Schlusswort und Ende des Kongresses 

 

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